Weißmies (4023m)

Weißmiesgruppe (Wallis, Schweiz)
Überschreitung
Stationen

Saas-Almagell (1600m) - Almageller Hütte (2896m) - Zwischenbergenpass (3268m) - Südostgrat - Gipfel (4023m) - Südwestgrat - Weißmieshütte (2726m) - Kreuzboden (2405m) - Saas-Grund (1560m)

Hinweis:
Für die Richtigkeit der Beschreibungen und Einschätzungen übernehme ich keinerlei Gewähr, sie basieren lediglich auf meinen subjektiven Wahrnehmungen!
Charakter der Tour

Gletschertour mit Felsberührung (PD, wenige Stellen II, bis 40)

Aufstieg

Von Saas-Almagell auf einfachem Bergwanderweg über die Almagelleralp zur Almagellerhütte (ca. 3h, Übernachtungsmöglichkeit).
Von hier auf Steigspuren zum Zwischenbergenpass (ca. 1h), dann entweder immer am Grat entlang oder alternativ rechts davon Richtung des markanten Eisfeldes in der Südostflanke (keine Spalten, bei Vereisung Steigeisen!). Dieses Eisfeld bis zum obersten Punkt aufsteigen und den Felsgrat betreten. Dann in leichter Kletterei bis zum höchsten Punkt des Grates (ca. 3h).
Anschließend leicht ansteigend auf teilweise ausgesetzter Firnschneide (Wächten!) Richtung Gipfel (0,5h).

Gesamtdarstellung
Eisbruch
Abstieg

Vom Gipfel den Südwestgrat deutlich(!) unterhalb des Wächtenrands entlang, am Ende der Schulter (bereits hier einige meist verdeckte Spalten), dann nach Norden durch den Eisbruch Richtung Triftgletscher (ca. 2h).
Über den Gletscher durch das Spaltengewirr über die markante Seitenmöräne nach Hohsaas (3098m, direkt neben der Seilbahn-Bergstation, die jedoch im August 2005 wegen Umbaus nicht in Betrieb war, Übernachtungsmöglichkeit, ca 1h).
Von hier auf einfachem Weg zur Weissmieshütte (2726m, Übernachtungsmöglichkeit, ca. 0,5h) und weiter Richtung Kreuzboden (2405m, Seilbahn nach Saas-Grund, Übernachtungsmöglichkeit, ca. 0,5h). Bis nach Saas-Grund sind es weitere 1,5h auf einfachem Wanderweg.

Bemerkungen

Anstrengende Tour bei perfekten Verhältnissen. Für August lag noch recht viel Schnee, der aber keine Probleme bereitete. Der Abstieg war gespurt, ansonsten ist die Wegfindung vermutlich nicht ganz einfach. Die angegebenen Zeiten sind reine Gehzeiten. Mit (bei uns zahlreichen) Pausen, Anseil-/Abseilaktionen und Schafkopfspielen auf der Seitenmöräne ergab sich von der Almageller- bis zur Weißmieshütte eine tagesfüllende Tour. Bei Übernachtungen in Schönwetterperioden ist es wie überall auch hier mehr als ratsam, auf den Hütten zu reservieren. Links mit den Kontaktdaten befinden sich in meiner Linksammlung.